Die Chance Messe-event, das Highlight der Siemens-Vortrag, der Rückschlag Zwischenuntersuchung!

In den letzten vier Monaten ging es drauf und drunter

Siemens Healthcare Vortrag

Siemens Healthcare Mitarbeiterveranstaltung

Ende August wurde der letzte Abschnitt der geplanten Radtouren in 2015 abgeschlossen. Kurz zuvor, -Ende Juli, fand die obligatorische Verlaufskontrolle mit MRT-Aufnahme in Freiburg statt. Zu meinem Erschrecken, machten mich die Ärzte auf ein mögliches Rezidiv, dieses Mal sogar linksseitig aufmerksam!

Um mich zu vergewissern, bin ich kurz darauf mit den Aufnahmen nach Heidelberg und habe Sie mit den Ärzten vor Ort besprochen. In Heidelberg gab man etwas Entwarnung und man sah keinen schnellen Handlungsgrund. Der geplante nächste Termin in sechs Monaten, sollte aber bereits nach drei Monaten stattfinden.

Erneutes Rezidiv!?!

Entsprechend verunsichert machte ich mich auf den Weg zurück nach Hause. Wenige Tage später ging es erneut  nach Heidelberg , wo  am 03. August  der Start der Touren in 2015 am NCT und die erste Etappe von Heidelberg nach Speyer stattfand.

Wie die Touren verliefen und was ich dabei erlebt habe, könnt ihr hier nachlesen.
Sicher könnt ihr euch vorstellen, dass mich die Nachuntersuchung auch auf diesen Touren fast immer innerlich verfolgt hat.

Weiter geht´s

Tour for Life Trikot

Das geplante Tour for Life Trikot

Mit neuem Schwung und energiegeladen zu Hause angekommen erwarteten mich gleich wieder einige Aufgaben wie das Aufarbeiten der Erlebnisse, Sortieren der Bilder und Beiträge posten. Außerdem wird es Zeit, dass endlich das Tour for Life-Radtrikot fertig ist!
[pullquote style=”left”]Kermit das neue Reiserad[/pullquote]

Also gab es wieder einiges zu tun. Die sommerlichen Tagen wollten auch noch mit Aktivitäten im Freien, wie Biken und Baggersee genossen werden. Gleichzeitig sollte wie geplant Ende August mein neues Reiserad von tout-terrain fertig sein.

 

Bis  das Rad schließlich fertiggestellt wurde, vergingen leider noch zwei Wochen nach dem eigentlichen Liefer-/Abholdatum.

tout-terrain Silkroad

Kermit, mein neuer Begleiter

Umso mehr freute ich mich”Kermit” schließlich in Empfang zu nehmen. Mein neuer Begleiter ein Reiserad der Firma tout-terrain aus Gundelfingen wird mich und mein Gepäck auf den kommenden Touren sicher von Ort zu Ort bringen. Durch den soliden Stahlrahmen mit verschweißten Gepäckträger sowie dank des Vorderradgepäckträgers der Firma tubus, kann ich insgesamt mehr als 50 Kilogramm zuladen. In Kombination mit der edlen SON-Beleuchtungsanlagen der Firma Schmidts Maschinenbau, bin ich nun gut gerüstet.

 

Zwei Wochen pure Erholung

Ganz spontan flog ich Ende September für zwei Wochen nach Ibiza, wo ich mit dem Rad die Insel erkundete. Hier hatte ich die Gelegenheit, -fernab jeglicher Massendiskotheken, das ursprüngliche Ibiza und die wunderschöne Insel Formentera zu entdecken.

Cap d Barabaria mit Rad_klein

Formentera – Cap de Barbaria

Auch wenn das ibizenkische Hinterland kaum ausgeschilderte Radrouten zu verzeichnen hat, gibt es hier etliche wenig befahrene Straßen inmitten idyllischer Natur. Immer wieder laden saftige Feigen zu einem leckeren, kurzen Zwischenstopp ein. Darüber hinaus gedeihen hier auch Mandeln und Oliven aber auch Orangen, Granatäpfel und Avocados prächtig.  [pullquote style=”right”]Bike-Urlaub in Ibiza[/pullquote]Da ich recht zentral in der Nähe zwischen Sant Joan und Santa Gertrudis de Fruimentera  im Ferienhaus von Bekannten übernachten konnte, hatte ich einen guten Ausgangspunkt um die Insel mit dem Rad zu erkunden. Im Gegensatz zu Mallorca scheint der Radtourismus auf Ibiza noch nicht weit verbreitet. Da jedoch die Straßen nicht immer  ganz “schlaglochfrei” sind, empfehle ich bei der Inselerkundung auf ein Mountainbike zurückzugreifen.

Feigen, Datteln und Mandeln

Besonders da die schönsten Wege oft nicht betoniert sind und abseits der befahrenen Straßen verlaufen. Allerdings sollte man sich als Radfahrer darauf einstellen, dass fast jede Finca einen Wachhund beherbergt, für den Radfahrer sehr spannend zu sein scheinen. Hier hilft am besten ein beherztes “Hau ab!” oder einfach ignorieren. Auf meiner Seite http://radhorizonte.org/allgemein/ibiza-mit-dem-rad-entdecken  erfahrt ihr mehr über Radtouren auf Ibiza und Formentera.
Nach diesen zwei Wochen bei sommerlichen Temperaturen und vielen Nachmittagen am Strand, fühlte ich mich so erholt wie schon sehr lange nicht mehr.

 

Fort-Schritt DGHO-Jahrestagung in Basel

In Absprache mit der Deutschen Stiftung für Junge Erwachsene mit Krebs, hatte ich die Gelegenheit auf dem Patiententag im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie, die Tour for Life vorzustellen. Gleichzeitig hatte ich ein paar Shimano-Radtrikots mitgebracht die ich dort für den Guten Zweck verkaufen wollte.

Leider war die Veranstaltung ziemlich mau besucht, so dass einen Großteil der Anwesenden die Mitarbeiter der anderen Stände sowie die Referenten ausgemacht hat.

DGHO Jahrestagung

Auf der DGHO Jahrestagung in Basel

Erfreulicherweise interessierten sich doch eine Hand voll Menschen für mein Projekt und auch ein Trikot konnte ich noch verkaufen.

Darüber hinaus konnte ich aber auch ganz spannende Kontakte, unter anderem zur Selbsthilfegruppe “Zurück ins Leben nach Krebs” herstellen.

Das Resumé der Veranstaltung war für mich, dass jeder, auch noch so kleine Schritt auf meinem Weg mich vorwärts bringt.

Eine unerwartete, positive Nachricht!

Einladung zur Siemens-Healthcare-Veranstaltung

Ende Oktober trudelte eine Mail mit dem Betreff “Anfrage und Interesse an einem Vortrag von Ihnen” ein. Völlig gebannt las ich die E-Mail in welcher ich seitens der Veranstalter der Siemens-Healthcare-Mitarbeitertagung gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könnte auf der Veranstaltung meinen Krankheits-, Behandlungs- und Genesungsverlauf vorzustellen.

Siemens Healthcare stellt die Diagnostikgeräte wie MRT und CT Geräte her, mit denen ich regelmäßig untersucht werde. Außerdem ist Siemens Healthcare maßgeblich an der Protonentherapieanlage in Heidelberg beteiligt.

Auf dem Siemens Healthcare Vortrag

live on stage!

-Ich strahlte über beide Ohren!

Endlich schienen sich meine Hoffnungen, dass das Projekt auf positive Resonanz stößt, zu erfüllen. Das schien mir wie DIE Chance die Tour for Life und meine Botschaft bekannt zu machen.

Nachdem die gemeinsamen Erwartungen an den Vortrag geklärt wurden, machte ich mich daran eine entsprechende Präsentation auszuarbeiten.

Während dieser Zeit hatte ich mich, den erneuten Befund der Nachuntersuchung von Ende Oktober im Kopf, auf der Suche nach einem weiteren Behandlungsansatz gemacht. Bei meiner Recherche traf ich auf eine sehr erfahrene Ärztin für Naturheilverfahren,  die mir im Anschluss an eine ausführlicher Diagnostik ein solides und seriöses Konzept an Therapien zusammenstellte.

Am 11.11. setzte ich mich dann in den Zug Richtung Frankfurt Flughafen, wo ich noch eine Nacht im Hotel verbrachte, bevor ich am nächsten Morgen meinen Vortrag halten sollte.

Gegen 8:45 Uhr befand ich mich vor rund 400 Mitarbeitern von Siemens-Healthcare, vor welchen ich mein Projekt und meinen Werdegang präsentieren durfte. Nach einer Stunde endete meine Präsentation mit großem Applaus und ich war überglücklich über diese positive Rückmeldung sowie die offenen Gespräche welche im Anschluss folgen sollten. Nach dem Mittagessen und einem erneuten Besuch in der Hotelsauna machte ich mich wieder auf den Weg zurück nach Freiburg. In meine Erinnerung sollte dieser Tag als einer der schönsten und erfolgreichsten der letzten Jahre eingehen. Endlich fand ich mich in meinem Vorhaben bestätigt.

Am kommenden Tag folgte der Tiefschlag

Wider jeglicher Erwartungen!

Am darauffolgenden Tag, Freitag der 13., kam schließlich der schriftliche Befund der Nachuntersuchung von Ende Oktober aus Heidelberg.

Mir wurde zwar bereits am 26. Oktober in Heidelberg direkt mitgeteilt, dass sich der Befund von Juli zu bestätigen scheint und ich mich an die Neuroonkologie wenden sollte.

Befundbericht

Der Befund aus Heidelberg

Das neuerliche Ergebnis brachte sogar eine Tumorneubildung zu Tage. Da ich mich in diesen Tagen so gut wie selten zuvor fühle, war das Ergebnis wider jeglicher Erwartung. Seit einem Monat fahre ich sogar wieder ein recht straffes Sportprogramm mit Schwimmen, Laufen und Radfahren im Wechsel. Meine täglichen Fahrten zum Einkaufen und in die Stadt unternehme ich sowieso nur mit dem Rad. Alleine hierdurch fahre ich täglich etwa zehn Kilometer Fahrrad.

Dieses krasse Ergebnis hat mir mal wieder gezeigt, wie machtlos wir manchmal trotz allem sind.
[pullquote style=”right”]Nie den kopf in den Sand stecken!/pullquote]

Trotzdem werde ich nie den Kopf in den Sand stecken. Nun gehe ich zweimal wöchentlich zur ambulanten Therapie zu meiner Ärztin und habe meine Ernährung auf eine weitestgehend kohlenhydratfreie umgestellt. In Kombination mit dem Sport bin ich davon überzeugt auf dem richtigen Weg zu sein.

Drückt mir die Daumen!