Tour For Life auf der Eurobike 2014

Ein Bericht von Europas größter Fahrradmesse

Das Ziel des heutigen Tages stand fest: Ein Fahrrad-Sponsor für Tour For Life muss her!

Eurobike 2014 (2)

renommierte Reiseradhersteller

45.200 Fachbesucher aus 111 Ländern besuchten bereits in der Woche vom 25.08. – 30.08.2014 Europas größte Fahrradmesse. Am Samstag, den 30.08.2014 eröffnete die Eurobike 2014 seine Türen schließlich auch für die breite Masse. Auch ich war einer unter den 20.400 Fahrrad-Fans. Voller Vorfreude auf die diesjährigen  Neuigkeiten der Fahrradindustrie stürmte nun auch noch das Fußvolk die Messestände der bereits sichtlich erschöpften Aussteller. 14 gigantische Messehallen und ein Freigelände auf dem auch Danny MacAskill seine akrobatischen Runden zog erwarteten die Fahrradgemeinde.

Danny MacAskill in Action

Zwar war ich nicht wegen der Luft-Sprünge über 1,20m angereist, aber schön anzuschauen war´s allemal.

Ein Fahrrad-Sponsor für Tour For Life muss her.

Luft- oder Flaschenpost, das wären passende Namen für meine E-Mails gewesen, die ich schon im Vorfeld meines Besuchs an die verehrten Hersteller geschickt hatte.
Wie sich nämlich ernüchternd herausstellte, hatte kein einziger bis auf die nette Dame von tout terrain meine Sponsoring-Anfragen im Vorfeld gelesen.

Aber ich ließ mich nicht unterkriegen!

Eurobike 2014

tout terrain aus Freiburg

Getreu dem Motto von Tour For Life – “Never give up!”, machte ich mich auf den weiten Weg durch die warmen, stickigen mit einem Duft von Gummi erfüllten Hallen der Eurobike.  Also klapperte ich all die Stände der Reiseradhersteller ab, die ich im Vorfeld ausfindig gemacht hatte.

Mein Weg führte mich zu renommierten Herstellern wie AT Zweirad, Patria, Stevens, Utopia bikes, Velotraum und MTB Cycletech.

Zwar bin ich überall, trotz letzten Messetages, mit meinem Anliegen auf offene Ohren gestossen, aber die erhoffte Euphorie schwappte leider nicht über.

Equipment und Fahrräder made in Germany (oder Schweiz)

Weiter ging´s zu den Herstellern, Ortlieb und Deuter, welche wunderbar robuste Gepäcktaschen herstellen. Auch hier wurde ich nur darauf verwiesen, mich in den kommenden Tagen nochmals bei dem Leiter der Marketing-/Sponsoringabteilung zu melden. SON (Schmidts Original Nabendynamo) aus Tübingen und die Firma Rohloff, welche hochwertige Narbenschaltungen herstellen waren meine weiteren Anlaufstellen.

“Das Projekt ist ja wirklich toll und lobenswert, aber neben der Menschlichkeit müssen wir vielmehr auf die wirtschaftlichen Interessen unseres Unternehmens schauen.”

Das war für mich der Tenor der sich bisher auf mein Anliegen hin ergab. Ein Sponsoring muss eine win-win Situation für beide Seiten ergeben und mein Hauptargument war, für das Unternehmen auf unserer Tour (in Videos, auf T-Shirts und der Webseite) zu werben um somit auf hochwertige Produkte aufmerksam zu machen.

 Der Trend E-Bikes (Pedelecs) und Fat-Bikes

Fat-Bikes

Wie fast alle anderen Fahrräder auch, sind auch Fat-Bikes wie hier mit Elektroantrieb erhältlich.

Auf dem weiteren Weg durch die Messehallen und das Freigelände begegneten mir immer wieder abgefahrene Bikes mit Ballon-ähnlichen Reifen.

 

Erste Fahrt auf einem E-Cruiser

YouMo Bike

lässig, stylish, emissionsfrei

YouMo heißt der Schweizer Hersteller, der mich meine ersten lässigen Erfahrungen mit einem E-Bike hat machen lassen. Wie ihr auf dem Bild sehen könnt ist das gute Stück ein ganz schöner Hingucker auf dem Weg zur nächsten Eisdiele. Beeindruckt wir schwerelos einen der Elektroantrieb vorwärts treibt, ging meine Erkundungstour weiter.

 

Auch meine frühere Königsdisziplin, das Mountainbiken ist dabei sich grundlegend zu verändern. Schon seit geraumer Zeit sind die neuen Radgrößen 27, 5 und 29 Zoll auf den Markt und verdrängen langsam aber sicher die etablierten 26″ Räder.

Sehr cool anzuschauen waren auf jeden Fall sie gepimpten E-Downhiller amerikanischer Hersteller.

Für den Fun im Park

Downhill E-Bike

Downhill E-Bike

Durch ihren tiefen Schwerpunkt sind die Bikes sicher gut im Downhill Terrain zu fahren. Als Bonus kommt man wohl auch ohne Lift den Berg hinauf.

Jetzt war es bereites fast 18:00 Uhr, also Messeschluss und die Stände leerten sich. An dem ein oder anderen Stand wurde nun das noch restliche Obst “rausgehauen” und mit einer halben Bananenstaude ich ging ich wenigstens nicht ganz leer aus.

Nachbereitung

Nach dem insgesamt doch etwas ernüchternden Besuch, verliess ich die Messe. Nun gilt es sich in ein paar Tagen, sobald der Messetrouble abgeklungen ist, mich nochmals an die Reiserad- und Zubehörhersteller zu wenden, in der Hoffnung, dass die Menschlichkeit siegt.

 

Tour For Life vor der Eurobike

Wer weiß, vielleicht ergibt sich ja doch noch ein Sponsoring. Wie immer “nie aufgeben”, “nach vorne schauen” um seinen Trum zu realisieren.